► wird als ein 8-wöchiges Programm (2-3 Stunden pro Wochentermin) vermittelt. Es behinhaltet außerdem ein ca. einstündiges individuelles Vorgespräch und einen Achtsamkeitstag (4-6 Stunden gemeinsames Schweigen, inklusive Achtsamkeitspraxis (s.u.) und ein gemeinsames Mahl/achtsames Essen). Zur Vertiefung der Praxis zu Hause werden 3 Übungs-CDs und Arbeitsmappen verteilt.
►Die Inhalte der Kurstermine bauen Modul artig aufeinander auf, sodass jede Kurseinheit die unabdingbare Voraussetzung für die nachfolgende darstellt. Eine regelmäßige Teilnahme ist deshalb wichtig! Verpasste Termine können aber durch ein individuelles Coaching nachgeholt werden!
►Wie wissenschaftliche Studien auf den Gebieten der Neurobiologie, der Medizin und der Psychologie beweisen, hat die Praxis der MBSR-Methode eine nachhaltige Wirkung auf die physische und psychische Gesundheit( s. auch Gesundheit auf dieser website undLiteratur)
►Das regelmäßige Trainieren zu Hause ist jedoch eine zum Erfolg führende Voraussetzung!
⇒Wichtiger Hinweis: Es gilt die Schweigepflicht / außerhalb des Kurses darf nicht über Teilnehmer/Innen gesprochen werden!
1.Woche:
Achtsamkeit erforschen: ist eine Methode, bei der es sich nicht nur um theoretische Kenntnisvermittlung handelt zur Vermehrung von "Kopfwissen", sondern es geht vor allem um eine ganz persönlichen Erfahrung der eigenen physischen, psychischen und geistigen Erlebnisse und Eindrücke. Wir verhalten uns wie Forscher/Innen in eigener Sache, wobei wir sowohl Forschungsobjekt (unser Körper, Geist und Emotionen) als auch Forschungssubjekt sind, nämlich kompetente "Erfahrungswissenschaftler/Innen".. Wir erforschen unsere Sinneswahrnehmungen (sehen, riechen, fühlen, schmecken und denken) durch die Methode der Achtsamkeit und teilen uns die Forschungsergebnisse / unsere achtsamen Wahrnehmungen, gemeinsam mit. Diese Übung ist der Anfang der Achtsamkeitsmethode, um neue neuronale Netze als Voraussetzung für eine bessere Stressbewältigung zu schaffen, die durch regelmäßiges Trainieren im Alltag verstärkt werden können! ( s. auch Prof. Dr. T. Esch: "Die Neurobiologie des Glücks" ) Eine andere Methode, um unsere Körperempfindungen besser wahrnehmen zu können, ist der Body-Scan, der bei dem ersten Termin eingeführt wird, (s auch Methode) Danach Verteilung der CD / Body-Scan und der Kursmappe zur Unterstützung der Übungen zu Hause
2.Woche:
Wie wir dieWelt wahrnehmen: Übung zur Achtsamkeit des Sehens und des Atmens / achtsames Wahrnemen der Auswirkungen auf unsere Körper- und Sinnesempfindungen durch Veränderungen des Sehfokus und der bewussten Atemwahrnehmung. (Übungen zum Wechsel der Perspektiven als Wahrnehmung der Sinnesempfindungen und emotionale Auswirkungen , dann kurze Atemmeditation / achtsame Wahrnehmung der subtilen Vernetzung zwischen Atem, Körperempfindungen und Gefühlen ). Danach findet ein Erfahrungsaustausch statt. Danach Besprechung der Hausaufgaben für den nächsten Termin (Tagebuch der positiven Erfahrungen im Alltag, eine Übung, um unseren emotionalen Ressourcen zu erkennen),dann Abschlussmeditation und Verteilung der Kursmappe für die Übungen zu Hause
3. Woche:
Im Körper beheimatet sein: achtsame Körperübungen mit Erfahrungen der Grenzen durch Yoga und Tai Chi; eine Übung, die uns auch mit unserem Ehrgeiz die Grenzen überschreiten zu wollen, aber auch mit unserer Angst der Grenze zu nahe zu kommen, konfrontiert. Es geht darum, diese Intentionen achtsam wahrzunehmen, nichts zu beurteilen und kreativ experimentierend damit umzugehen.Auch bei dieser Übung lernen wir uns selbst besser kennen und erfahren uns in jedem Augenblick neu! Danach findet in Kleingruppenein ein Erfahrungsaustausch über die zu Hause praktizierte Übung der positiven Wahrnehmung mit Inquiry statt und die Besprechung der Übungen für zu Hausezu (Tagebuch der schwierigen Erfahrungen im Alltag, Body-Scan und Meditation), dann Procedere s.o./ Verteilung der CDs für Yoga und der Kursmappen
4.Woche:
Stress mit Achtsamkeit begegnen: wir erfahren bewusst und achtsam, wie wir uns in Sresssituationen verhalten, nämlich oft so, wie wir es durch unsere Konditionierung / unseren neuronalen Verknüpfungen, gewohnt sind, nämlich automatisch! Wir lernen wie es uns gelingen kann diesen Automatismus zu stoppen, indem wir innehalten / einen Raum kreieren, damit wir nicht immer wieder in dieselbe Stressfalle hineinlaufen. Wir erfahren diesen inneren Raum als eine Art Pufferzone zwischen dem Stressauslöser und unserem Handlungsimpuls und erfahren, dass uns dieser Raum ermöglicht anders / kreativer mit den Stressoren umzugehen und heilsamere Stressreaktionen zu entwickeln, weil wir auf unsere vorhandenen Ressourcen zurück greifen können! Eine Übung zur Entwicklung dieses inneren Raumes ist die erweiterte Meditation (Körper als Ganzes wahrnehmen, das Hören, die Gedanken und Gefühle und den inneren Raum wahrnehmen..), Danach findet ein Erfahrungsaustausch statt und die Besprechung der Hausaufgaben (Tagebuch über Stress als Alltagserfahrungen und die Auswirkungen auf den Körper, die Gedanken und Gefühle). Danach Meditation und Yoga. Anschließend folgt ein Vortrag über Stresstheorien zur Stressbewältigung; Erfahrungsaustausch über erlebte Stresssituationon in Zweiergruppen; danach Inquiry durch die Kursleiterin / Stressreaktionen im Körper, den Gefühlen und Gedanken erforschen...,dann Procedere s.o./ CDs für die Meditation und Kursmappe
5.Woche:
Umgang mit Stress verschärfenden Gedanken: wir erfahren bewusst, wie wir immer wieder verschärfende Stressreaktionen bei uns selbst und anderen durch Gedanken provozieren, die Stressauslöser in unserem Bewusstsein verstärken! Es sind dann nicht mehr die Ereignisse selbst, die Stress verursachen, sondern unsere Gedanken / unsere persönliche Sicht der Ereignisse! Diese Zusammenhänge achtsam zu erkennen ist der erste Schritt zur Stressbewältigung! Das Erforschen dieser Vernetzungsprozesse findet in Zweiergruppen und in der Großgruppe statt. Danach eine Vertiefung der Sitzmeditation und Übungen zum Betrachten der Gedanken; dann folgt ein Vortrag zu dem Thema "Stress verschärfende Gedanken"; Erfahrungsaustausch..., dann Procedere s.o./ Verteilung der Kursmappen
6. Woche:
Gefühle willkommen heißen: wir erfahren, dass wir nicht nur erfreuliche Gefühle willkommen heißen können, sondern auch unangenehme! Wir müssen die unangenehmen Gefühle nicht bekämpfen, sondern erfahren, dass wir sie annehmen können wie kleine quengelige Kinder, die sich beruhigen, wenn wir sie umarmen. In diesem Zusammenhang machen wir meditative Übung zur bewussten Körperwahrnehmung, der Atmung und der Gefühle in Stresssituationen / unter dem Einfluss unangenehmer Emotionen. Dann folgt ein Vortrag zu dem Thema "Gefühle willkommen heißen"; Erfahrungsaustausch; Inquiry, Meditation, Textmappen für zu Hause
Tag der Achtsamkeit:
Ein Übungstag in Stille / im Schweigen: wir erfahren das Schweigen als eine Möglichkeit und die Stille als eine Chance zu erfahren uns selbst gemeinsam mit anderen in der Tiefe unseres Seins zu ergründen. Unterstützt wird dieser Prozess durch die erlernten Übugen zur Vertiefung der Praxis (s.o.). Zwischendurch nehmen wir in Schweigen und Achtsamkeit ein gemeinsames Mahl ein, das aus einem gemeinsam zusammengestellten Bufet besteht. Auch die Gehmeditation wird als eine Meditation in Bewegung eingeführt und soll als Möglichkeit wahrgenommen werden unserer Zielorientiertheit auf die Spur zu kommen. Danach erfolgt ein Abschlussgespräch / ein Erfahrungsaustausch.
7. Woche:
Achtsame Kommunikation:wir erfahren die Kommunikation als eine Möglichkeit des empathischen Geben und Nehmens durch spezielle Kommunikationsübungen zu zweit und in der Gruppe, sowohl verbal als auch durch spezielle Verhaltens- und Körperübungen. Zwischendurch erfolgt ein gemeinsamer Erfahrungsaustausch und ein Vortrag zum Thema "Achtsame Kommunikation / Kommunikationsprobleme", danach Meditation und Kursmappen für zu Hause
8. Woche:
Für sich Sorge tragen: Reflektion über Veränderungen im physischen und psychischen Erfahrungsbereich und dem Bewusstsein für Achtsamkeit; Ausblick auf Integration der Achtsamkeitspraxis in den Alltag; Body-Scan, Meditation, Abschiedszeremonie; individuelle Nachgespräche
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Auswirkungen des Stressbewältigungskurses auf die Plastizität des Gehirns
Aus neurobiologischer Sicht weist Prof. Dr. med T. Esch in seinem kürzlich erschienen Buch "Neurobiologie des Glücks" (2012, Thiemeverlag)im Kontext von Untersuchungen zur Neuroplastizität des Gehirns auf eine Studie über durch Kernspinuntersuchungen festgestellte deutliche Zeichen von Neuroplastizität der Amygdala während des 8-wöchigen Stressbewältigungskurses hin (S. 48). Dies scheint ein Bweis für unsere Fähigkeit zu sein, die Funktion unseres Gehirnes durch unser Bewusstsein beeinflussen zu können!